Selbsthosten

An dieser Stelle möchte ich Ihnen Möglichkeiten zum Selbsthosten von Open-Source-Software vorstellen. Natürlich ist dies mit gewissem Aufwand verbunden. Allerdings finden sich entsprechende Anleitungen im Internet. Ist das geschafft, sind Sie unabhängig und haben die volle Kontrolle. Das Beste an der Sache: Sie werden zu “Internet-Rebellen”, die das Internet von der Herrschaft der großen Plattformen befreien und das dezentrale Netz zurückerobern.

1. Basis: Nutzung von Open Source Software

Basis für das Selbsthosten stellt Open Source Software dar. Um sich damit zu beschäftigen, müssen wir zunächst verstehen, was das ist.

Open Source (offene Quelle), heißt das der Quellcode der Software frei verfügbar ist. Somit kann dieser von jedem überprüft und der Code auch ergänzt werden. Schwachstellen fallen so leichter auf und können schneller ausgebessert werden. Viele Open Source Produkte sind kostenlos (FOSS = Free Open Source) verfügbar und werden von unabhängigen Entwicklern oder Unternehmen im gesellschaftlichen Interesse zur Verfügung gestellt und finanzieren sich über Spenden.

2. Auf Geht´s: Zeit und Lust zum Selbsthosten

Haben Sie sich ausreichend belesen und bringen genug Zeit und Lust mit? Dann nutzen sie Ihren Elan, um sich mit Ihren selbstgehosteten Projekten die verlorene digitale Freiheit wieder zurückzuerobern!

Disclaimer: Zwar ist Selbsthosten kein Hexenwerk, erfolgt aber auf eigene Gefahr. Wer selbst Software hostet oder hosten will, sollte wissen was er tut (z.B. wie man Server absichert). Ruhe und Geduld.

Inspirationen gesucht?

Eine kleine Übersicht für den Anfang in die Selbsthosting-Welt:

Web:

Website-Statistiken:

Content-Management-System:

Calendar:

Online-Speicher:

Kommunikation:

XMPP:


Feed:

Office-Pads:

Pastebins:

Umfragen / Pools:

Office/Business

Codeverwaltung:

Ticket-Management:

Human Resources Management (HRM):

Booking:

Lernumgebungen:

Suchmaschinen:

3. Alternativen für Selbsthosting-Aufschieber

Fehlt Ihnen noch das Wissen oder die Motivation zum Selbsthosten. Kein Problem. Was nicht ist, kann noch werden. Für die Zwischenzeit ein paar passende Alternativen für Sie. Lassen Sie sich inspirieren.

Kollaboration-Tools: Pads für gemeinsames Arbeiten

Hinweis: Posten Sie in Ihren Pads keine personenbezogenen Dinge. Denn bei Bekannt-Werden des Links zum Pad-Dokument sind die Inhalte öffentlich! Dieser Gefahr sollten Sie sich bewusst sein.

XMPP-Server:

Mastodon:

Peertube:

Git/Codehoster:

Nextcloud:

Umfragen/Polls:

Hinweis: Bei Umfragen/Polls bitte darauf achten, dass kein vollständiger Name dort eingetragen wird Denn diese Daten können bei Bekanntwerden des Links von Suchmaschinen gefunden werden.

Gibt es noch Unternehmen, denen man vielleicht seine Daten anvertrauen kann?

Bei der Speicherung von Daten bei Dritten sollte man sich auf jeden Fall noch einmal absichern und seine Daten selbst verschlüsseln.

Mail:

Serverhosting:

Wenn ihr Netcup nutzen möchtet, könnt Ihr mit meinen Rabattcodes bis zu 30% sparen und den Blog dabei gleichzeitig unterstützen.

VPN (Virtual Private Network):

Auch bei VPN-Anbietern sollte bedacht werden, dass die absolut sichere Variante ein “selbstaufsetzen” eines VPN Servers wäre.

Suchmaschinen:

Hinweis: Wer seine Suchmaschine nicht selbst hosten kann oder möchte, kann auf diverse Alternativen zu Google zugreifen. Beachtet dabei, dass nicht jede Alternative dem Datenschutz zuträglich ist, obgleich jede Variation die Marktmacht von Google limitieren kann. Beispielsweise ist der Datenschutz-Mehrwert bei Startpage und DuckDuckGo umstritten (vgl. Kuketz Blog, Techrights, Kuketz Blog).

Empfehlenswert ist z.B. die Searx-Instanzen der Honigdachse.

Haben Ihnen diese Empfehlungen geholfen?

Hinterlassen Sie ein Kommentar und / oder unterstützen Sie den Blog beim Einsatz für Datenschutz und Freiheit. Wenn Sie noch weitere gute Vorschläge haben, können Sie mir hier schreiben.

LG Mr. Datenschutz – die Adresse für Datenschutz und Freiheit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.