TooGoodToGo App · Rette Essen · Wer rettet die Daten?

Mit der App TooGoodToGo kann man Lebensmittel retten und dabei kräftig sparen. Die Idee gefällt mir. Mit Ressourcen auf dem Planeten sollten wir behutsam umgehen. Allerdings freue ich mich noch mehr, wenn das dänische Unternehmen auch die digitale Nachhaltigkeit ernst nimmt.

Wo kann man die App beziehen?

TooGoodToGo gibt es für Android (Google Play Store) und für iOS (App Store). Eine F-Droid-App gibt es nicht. Wer keinen Google Account nutzt, kann für Downloads den Aurora Store nutzen.

Welche Daten werden bei der Anmeldung erhoben?

Bei der Anmeldung werden lediglich E-Mail-Adresse und Passwort erhoben. Freiwillig kann man eine Telefonnummer hinzufügen. Darüber hinaus kann man sich alternativ mit einem Apple-, Google- oder Facebook-Konto verifizieren. Das ist aus Datenschutz-Sicht nicht zu empfehlen.

Zudem enthält die App laut Exodus Privacy 8 Tracker und fordert 17 Berechtigungen an. Integrierte Tracker sind Amplitude, AppsFlyer, Facebook Login, Facebook Share, Google CrashLytics, Google Firebase Analytics, Huawei Mobile Services (HMS) Core und LeanPlum. Bei den Berechtigungen sind die Standort-Freigabe und der Kamera-Zugriff kritisch. Sie erklären sich gleichsam aus der Funktionsweise und können bei Bedarf deaktiviert werden. Die genutzten Tracking-Dienste werden aber nicht (vollständig) in der Datenschutzerklärung von TooGoodToGo angegeben. Wer die Zeit hat, kann das Unternehmen freundlicherweise diesbezüglich anschreiben. Wenn dies genug Menschen tun, wird die Datenschutzerklärung entsprechend angepasst oder im besten Fall die Tracker in der App entfernt oder reduziert.

Welche Zahlungsmethoden werden angeboten?

Die Bestellungen in der App können mit Kreditkarten oder den Diensten Sofort und Paypal bezahlt werden. Leider werden datenschutzfreundlichere Zahlungsverfahren wie Vorauskasse und Überweisung nicht angeboten. Dies ergibt sich daraus, dass das Angebot auf schnelle Abwicklung der Essensbestellung ausgelegt ist. Hier fände ich es richtig genial, wenn man „Nachhaltigkeit verschenken könnte“ mit dem Erwerb von TooGoodToGo-Gutscheinkarten.

Fazit: Datenschutz bei TooGoodToGo

Die Lebensretter-App positioniert sich mit dem Angebot als nachhaltiges Unternehmen. Die Geschäftsidee trifft den Geist der Zeit und hilft Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Es wäre wünschenswert, wenn sich das Unternehmen auch für „digitale Nachhaltigkeit“ einsetzt und verstärkt datenschutzrechtlichen Aspekten Beachtung schenkt. Für mehr Datenschutz.


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LG Mr. Datenschutz – die Adresse für Datenschutz und Freiheit

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