Gadgetbridge · Open Source „befreit“ Fitnessarmbänder

Fitnessarmbänder gewinnen immer mehr an Popularität. Jedoch setzen die meisten Hersteller auf eine Synchronisation von Fitness-Daten über die Cloud. Was mit den Fitness-Daten passiert und wie diese kommerziell ausgewertet werden, kann man nur schwer nachvollziehen. Aushilfe für dieses Problem schafft das Open Source Programm Gadgetbridge aus dem F-Droid-Store.

Ich habe das Programm mehrfach mit dem Xiaomi Mi Band 4 getestet und damit zur Freude meines Umfeldes die Fitness-Daten vor der Synchronisation mit chinesischen Servern geschützt (Anleitung funktioniert nur auf Android-Geräten, mit iOS kann man Gadgetbridge nicht nutzen).

Wie befreie ich das Fitnessarmband?

Zunächst lädt man sich auf Freemyband.com eine modifizierte Version der Mi Fit App herunter. Denn für den Betrieb eines Xiaomi Mi Band 4, 5 oder 6 und die Synchronisation von Fitness-Daten mit Xiaomi-Servern benötigt man normalerweise die Mi Fit App. Anschließend verbindet man sein Fitnessarmband via Bluetooth mit seinem Android-Smartphone und erstellt in der modifizierten Mi Fit App einen Xiaomi-Account bzw. meldet sich bei seinem bestehenden Kundenkonto ein. Im Programm koppelt man das Fitnessarmband, sodass eine Verbindung zu Xiaomi-Servern aufgebaut wird. Die einmalige Verbindung kann man leider nach meinem Wissen nicht umgehen. Nachdem man sein Fitnessarmband über die App mit dem Handy gekoppelt hat, kann man die App deinstallieren. Im Dateimanager findet man eine kleine Textdatei, die im Ordner „Interner Speicher > Freemyband“ gespeichert ist. Diese Datei öffnet man im Browser und kopiert den Authentifizierungs-Schlüssel. In der heruntergeladene Gadgetbridge-App klickt man auf das „+“ und verbindet sich in der App per Bluetooth mit seinem Xiaomi-Fitnessarmband.

Mit Doppelklick klickt man auf das verbundene Fitnessarmband (Xiaomi Mi Band 4 / 5 / 6). Dort gelangt man zu einem speziellen Einstellungsmenü. Im Unterpunkt „Auth Key“ wird der kopierte Authentifizierungs-Schlüssel eingefügt. Zusätzlich fügt man am Anfang der Zeile „0x“ hinzu.

Der Vorteil der Gadgetbridge-Befreiung

Hat das geklappt, kann man nunmehr sein Fitnessarmband benutzen, ohne dass Daten mit einer Cloud synchronisiert werden. Die Daten können lokal auf dem Smartphone analysiert werden.

Jeder sollte sich überlegen, ob er wirklich ein Fitnessarmband benötigt. Wer auf dessen Einsatz verzichtet, muss keine Gedanken um die etwaige Synchronisation von Fitness-Daten mit der Cloud anstellen. Auf der anderen Seite können Android-Nutzer mit Fitnessarmband von meiner kurzen Anleitung profitieren. Denn Daten haben in der heutigen Gesellschaft immensen Wert.


LG Mr. Datenschutz – die Adresse für Datenschutz und Freiheit

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