Barinsta App · (Inoffizieller) Open Source Instagram-Client

Barinsta (früher: InstaGrabber) ist ein inoffizieller Open Source Instagram-Client für Android.

Welchen Vorteil bietet Barinsta?

Der Instagram-Client Barinsta ermöglicht es, auf der Instagram-Plattform zu interagieren und zu surfen, während man mehr Optionen zur Kontrolle der Daten hat. Das F-Droid-Programm kann ohne Instagram-Account betrieben werden. Dann kann man auf öffentliche Profile, Hashtags und Standorte zugreifen. Auf der (mobilen) Webseite von Instagram, wird man dagegen nach einer gewissen Zeit ausgeschlossen, wenn man dort Inhalte ohne Instagram-Account betrachtet. Es erscheint dann ein Warn-Hinweis à la „Melden Sie sich an, um weiterhin Inhalte zu sehen“.

Die Facebook Inc. will die interessierte Nutzerschaft zur Installationen der offiziellen Instagram-App bewegen, um die Inhalte der Milliarden-Instagram-User zu verfolgen. Für den Datenschutz mag man die Instagram-Plattform hassen. Abseits der Influencer-Lebensstile haben sich dort auch interessante Inhalte etabliert. Mit der F-Droid-App Barinsta kann man auf diese zugreifen.

Anders als die offizielle Instagram-App, die laut Exodus Privacy im Code drei Tracker (Facebook Flipper, Facebook Login, Mapbox) integriert hat und sich 36 Berechtigungen einräumt, verzichtet die Open-Source-Software Barinsta auf Tracker und kommt mit weniger Berechtigungen aus.

Eingeloggt im Instagram-Account lassen sich die meisten Anzeige- und Interaktionsfunktionen nutzen. Darüber hinaus gibt es zusätzliche Funktionen wie das Herunterladen von Beiträgen, Geschichten und Avataren, das Kopieren von Texten sowie das Vergleichen von Followern. Likes werden bei einem Doppelklick nicht vergeben, sondern müssen aktiv bestätigt werden. Über die eigene Profil-Seite kann man einfach auf gespeicherte und gelikte Beiträge zugreifen. Stories und Nachrichten können gesehen werden, ohne dass die andere Partei es mitbekommt. Der Instagram-Feed wird chronologisch und ohne Werbung angezeigt. In anderen Worten: Barinsta schützt die Privatsphäre vor Instagram. Die App fragt nur ab, was sie braucht, um Inhalte zu zeigen und wofür man sich in den Einstellungen entschieden hat. Dabei werden nur minimale Daten an Instagram gesendet. ABER: Daten werden an Instagram bzw. Facebook Inc. gesendet.

Die datenschutzfreundlichste Option ist der Verzicht auf die Instagram-Dienste. Wer Instagram nutzen will, ist mit Barinsta datenschutzfreundlicher unterwegs als mit der offiziellen Insta-App.

Welche Probleme gibt es?

In F-Droid werden bereits die Probleme der kostenlosen App aufzeigt: Das Programm bewirbt nicht-quelloffene Netzwerkdienste. Indem Barista etwas datenschutzfreundlicher die Instagram-Dienste anbietet, bewirbt man das dateninvasive Instagram und hilft damit der Facebook Inc.

Problematisch ist auch, dass der Quellcode der App nicht mehr erhältlich ist. Diesen konnte man ursprünglich auf GitHub abrufen. Dies hat mich sehr verwundert. Ich habe nachgeforscht: In einem Matrix-Chat mit dem Entwickler hat sich herauskristallisiert, dass man sich derzeit in einer juristischen Auseinandersetzungen mit Facebook befindet. Dem Unternehmen scheint es zu missfallen, dass Barinsta eine datenschutzfreundlichere Option anbietet. Im Raum stehen etwaige Verstöße gegen 15 U.S. Code CHAPTER 22—TRADEMARKS und Penal Code 502 PC.

Im amerikanischen Recht kenne ich mich selbst nicht aus. Entsprechende Normen basieren auf dem Urheber- bzw. Markenrecht und dem IT-Strafrecht. Inwiefern diese Vorwürfe gerechtfertigt sind, haben Richter in den USA zu entscheiden. Was aber sicher ist: Ein großes Unternehmen wie Facebook kann den kleinen Entwickler in die Knie zwingen, egal ob Sie im Endeffekt recht bekommen oder nicht, da juristische Prozesse stets mit hohem Kostenaufwand verbunden sind.

Welche Alternativen gibt es?

Alternativen zu Barista sind das Instagram Front-End Bibliogram oder Pixelfed im Fediverse.


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LG Mr. Datenschutz – die Adresse für Datenschutz und Freiheit

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